Der Esel – das unterschätzte Genie auf vier Hufen?
Der Esel – das unterschätzte Genie auf vier Hufen?
Wenn man an Esel denkt, fällt den meisten sofort etwas ein.
In Geschichten taucht er oft als der Einfältige oder Dumme auf. Er wird als nicht besonders schlau und vor allem tollpatschig dargestellt. Außerdem auch oft reingelegt. Ein wichtiger Grund, weshalb der Esel dumm wirkt, ist der ständige Vergleich mit dem Pferd.
Aber warum wird er so dumm und faul dargestellt, wobei der Esel eigentlich nur ein friedliches Tier ist?
Man kann ihn ein bisschen mit einem Pferd vergleichen:
Im Gegensatz zum Pferd gehorcht er nicht sofort.
Viele Menschen denken, dass Esel dumm sind, weil sie sich oft weigern, etwas zu tun, oder stehenbleiben.
Doch das hat einen Grund:
Esel sind sehr vorsichtige Tiere. Sie bleiben stehen, wenn sie Gefahr spüren, sich nicht sicher sind, ob ein Weg wirklich sicher ist, oder eine gewohnte Situation plötzlich anders erscheint.
Anders als Pferde lassen sie sich nicht so schnell antreiben oder erschrecken.
Für Menschen, die schnell Gehorsam wollen, wirkt dieses Verhalten wie Sturheit oder Dummheit. In Wahrheit zeigt es aber, dass Esel nachdenken, bevor sie handeln.
Esel wirken langsamer als Pferde
Das Pferd gilt als schnelles, starkes und elegantes Sporttier.
Pferden werden edel, mutig und tapfer dargestellt. Sie wurden damals von Königen und Rittern geritten und galten als Tiere der „Starken und Reichen“. Der Esel dagegen war das genaue Gegenteil: langsam, klein, Arbeitstier der „einfachen Leute“. So entstand eine „Rangordnung“.
(Pferd= klug und Esel=dumm)
Diese Vorstellung hat sich tief in die Kultur eingeprägt, obwohl sie eigentlich unfair ist.
Sprichwörter und Geschichten
Viele alte Sprichwörter haben das Bild des dummen Esels geprägt. Zum Beispiel „Der Esel nennt sich selbst zuerst“ oder „Esel bleiben Esel, auch wenn man sie nach Paris führt“. Solche Redewendungen stellen den Esel als einfältig, stur oder unhöflich dar. Auch in Märchen und Fabeln taucht er oft als Tölpel auf, der nicht so klug ist, wie andere Tiere. Diese Geschichten haben das Vorurteil über Generationen weitergegeben, sodass es bis heute in den Köpfen der Menschen steckt.
Meine Erfahrungen mit den Eseln
Nun werde ich ein paar eigene Erfahrung mit euch teilen.
Meine Familie und ich haben selbst zwei Esel. An ihnen fallen mir viele Unterschiede vom Esel zum Pferd auf. Es fängt damit an, dass ich schon bei den kleinsten Dingen sehe, wie genügsam Esel eigentlich sind.
Zum Beispiel, wenn ich Leckerlis füttere, nehmen die Esel die Leckereien so vorsichtig an, während das Pony störrisch und etwas gierig mir das Leckerli aus der Hand futtert.
Ein weiteres Beispiel ist, dass Esel total an ihre Umgebung gewohnt sind. Das heißt, dass sie Veränderungen in ihrem Umfeld wahrnehmen.
Ich habe nämlich Mal den Koppelweg zum Stall verändert, beziehungsweise umgesteckt und den Eseln ist es sofort, in der ersten Sekunden aufgefallen. Sie sind nämlich beide erschreckt mit einer „Vollbremsung“ stehen geblieben. Während das Pony einfach in die gewohnte und somit falsche Richtung gelaufen ist.
Außerdem sind sie total schlau und langweiligen sich schnell, wenn sie nichts zu tun haben, oder immer das gleiche tun.
Sie können auch Türen öffnen, wenn sie Zeit haben und sich damit beschäftigen, schaffen sie das auf jeden Fall.
Ich sehe Esel nämlich als so interessante Tiere an. Jedes Mal aufs Neue entdecke ich besondere Eigenschaften des Esels. Ich hoffe sehr, ihr wisst jetzt mehr über Esel und wisst jetzt auch, dass Esel schlauer sind, als wir denken.



pixabay
Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!