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KI: Zum Lernen statt zum Schummeln!

So bitte nicht!

Ich denke, dass die meisten auf unserer Schule schon einmal mit KI gearbeitet haben, egal ob das nun schulisch oder auf anderweitige Dinge bezogen ist. Es ist ja auch super praktisch, wenn man einen eigenen digitalen Roboter hat, der einem all seine Fragen beantwortet und sogar bei Schulaufgaben hilft. Doch was bringt es einem, wenn man nicht selbst über das Thema der Aufgabe nachdenkt? – Richtig, gar nichts! Genau deshalb kommt es darauf an, wie man die KI verwendet.

Natürlich ist es ziemlich leicht getan, einfach seine Aufgabe in die Schreibzeile einzutippen und dann die oft perfekt formulierte Antwort zu erhalten. Viele übernehmen auch genau das, was die KI antwortet, ohne darüber nachzudenken. In Tests oder Arbeiten ist dieser Vorgang jedoch ganz schön gewagt und nicht gerade sicher. Vor allem jetzt, wo die Nutzung der Handys sowieso verboten ist und wir sie in den Handy – Garagen abgeben müssen. Da das Handy aus der Tasche zu ziehen, wäre viel zu riskant und zudem auch Betrug! Schummeln sollte man also an dieser Stelle – und natürlich auch generell – nicht!

KI richtig anwenden

Wie schön ist es stattdessen, die Antwort auf die Aufgabe wirklich selbst zu kennen, selbst wenn der oder die Lehrer/in es nicht verständlich erklärt hat. Genau dafür kann man ChatGPT auch verwenden! Es kann einem die Erklärung, so einfach man sie auch braucht, schnell liefern. Es geht nämlich in der Schule nicht darum, nur die Aufgaben mit den schön formulierten Antworten zu geben, sondern das Gelernte auch zu verstehen und auf andere Dinge zu übertragen. So ist es nämlich viel leichter, sich die Sachen zu merken und auch Eselsbrücken zu bauen.

Ich finde, ChatGPT kann sogar dabei helfen, selbstständiger zu werden. Wenn ich ein Thema in Mathematik nicht ganz verstehe, oder mir bei dem einen Rechengesetz nicht sicher bin, gibt ChatGPT mir einfache Beispiele. Das ist fast so, als würde man den oder die Lehrer/in unendlich oft nach Hilfe fragen können. Es kann auch zur mündlichen Unterrichtsbeteiligung beitragen, wenn man die Erklärung der Aufgabe auf andere Beispiele übertragen kann. Es hat also durchaus Vorteile, diese Künstliche Intelligenz zu seinem Nutzen zu verwenden.

Schule in der Zukunft

Auch Lehrer können solche Programme nutzen, um zum Beispiel Arbeitsblätter oder Erklärungen klarer zu formulieren oder strukturierter zu gestalten. Vielleicht wird die Schule oder Zukunft gar nicht mehr so aussehen, wie heute. Vielleicht wird es bald die Aufgabe sein, Projekte mit KI zu bearbeiten. Dazu müssten wir aber erst lernen, Quellen und Ergebnisse kritisch zu überprüfen. Statt die Aufgaben zu erledigen, könnte man zusammen mit der KI Texte überarbeiten, die trotzdem das eigene Wissen beinhalten. Genau das ist nämlich der Punkt: ChatGPT sollte uns nicht ersetzen, sondern uns herausfordern, selbst klüger zu werden und unser Wissen mit einzubringen. Denn wenn wir die Antworten nur abschreiben, lernen wir nichts. Wenn wir sie aber verstehen wollen, können wir mit KI sogar besser lernen als früher. In einem Gymnasium in Köln wurde eine eigene KI entwickelt, die gezielt eingesetzt werde soll, um den Kindern den Lernstoff besser zu erklären, als so mancher Lehrer. Ein iPad ist hier schon Standard und die Schülerinnen und Schüler erhalten Aufgaben, die sie zusammen mit der selbst erstellten KI namens „Study Buddy“ bearbeiten dürfen.

Theresa Biel, eine Lehrerin des Gymnasiums, erklärt:

„Der große Vorteil ist einfach, dass jedes Kind an der Position abgeholt wird, an der es steht. Das heißt Kinder, die gut sind, werden eben entsprechend gefördert und brauchen vielleicht nicht so viel Hilfestellung, aber Kinder, die die Sprache nicht sprechen, die einfach vorher schon Probleme mit gewissen Dingen hatten, die können hier einfach besser lernen“

Wir sind gerade in einer Umbruchphase der Künstlichen Intelligenz und können uns auf einige Veränderungen gefasst machen. Dies natürlich auch, weil manche Schüler diese Programme ausnutzen. Jedoch nicht um zu lernen, sondern um möglichst leicht davonzukommen. Deshalb ist es auch für die Schulleitungen im ganzen Land so schwer, Regeln zu finden. Ein Verbot, ChatGPT für die Hausaufgaben zu nutzen, lässt sich aus praktischen Gründen nicht durchsetzen. Ich würde mir deshalb wünschen, dass die Schülerinnen und Schüler, die so ein Programm verwenden, auch verantwortungsvoll und auf die richtige Art und Weise damit umzugehen lernen.

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