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Waldbrände in Australien

Australien ist an Extreme gewöhnt.

So etwas wie Fluten, Dürren, Buschbrände oder glutheiße Wüstentage sind schon fast normal für alle Bewohner des Landes. Doch das, was vor allem die Staaten Victoria, New South, Canberra und Wales gerade erleben, hat eine neue Dimension erreicht.

Übersichtskarte: Australien

Kartenübersicht: Australien (Pixabay)

Eine Fläche, so groß wie die Niederlande, ist seit September in der Trockenzeit des Kontinentes verbrannt.

1 Milliarde Tiere starben durch die Waldbrände, und es werden immer mehr. Vor allem die Koalas trifft es schlimm, denn schon über ein Drittel der Koala-Population ist gestorben.

Mehrere Menschen kamen schon ums Leben und fast 30 Menschen werden vermisst.

Koalabär an einem Eukalyptusbaum

Koalabär an einem Eukalyptusbaum – Foto: Pixabay

Hunderte Feuerwehrmänner versorgen geborgene Tiere mit Wasser und retten Leben. Sie versuchen das Feuer in Schach zu halten, jedoch fast ohne Erfolg. Dank des Regens vergangene Woche, sind die Feuer kleiner und weniger geworden, jedoch entstand ein neues Problem. Durch den Regen gab es Überschwemmungen und der Boden konnte nicht viel Wasser aufnehmen, durch die starke Trockenheit.

Buschbrände sind Bestandteil des australischen Ökosystems

Das Klima in Australien ist generell sehr heiß und trocken. Deswegen kann es leicht zu Dürren kommen. Die meisten Buschbrände entstehen im Süden des Landes, entfachen meist im Sommer und Herbst und gefährden nicht nur Tausende von Menschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen. Das klingt grauenvoll, aber was viele gar nicht wissen ist, dass die Buschfeuer für die Umwelt und die Ökologie Australiens ein wichtiger Bestandteil sind. Das Feuer hilft beispielsweise einigen Pflanzen sich zu öffnen und so fortzupflanzen. Ebenso ermöglicht es der Pflanzenwelt, sich neu anzupassen. Es verdrängt die Pflanzen, die nicht anpassungsfähig sind, und lässt diejenigen schnell wieder wachsen, die für die Ökologie an Vorteil sind.

Die Regeneration der Natur könnte bis zu 100 Jahre dauern

Doch jetzt verzweifeln die Wissenschaftler und Bewohner des Landes. Ist das Ökosystem so kaputt, dass es sich nicht mehr regenerieren kann? Es gibt viele nachhaltige Schäden. Vermutlich wird sich der unglaubliche und farbenfrohe Kontinent irgendwann regenerieren, doch Experten meinen, das könnte bis zu 100 Jahre dauern.

Dieses Thema beschäftigt viele, und es wird vermutet, dass zahlreiche Arten ausgestorben sind, sowohl Tiere als auch Pflanzen. Zwei Milliarden Eukalyptusbäume und eine Fläche von zehn Millionen Hektar müssten bepflanzt werden, fordern Ökologen.

Ist unsere Erde zu retten? – Vielleicht, wenn wir uns alle zusammen schließen und unsere Augen gemeinsam öffnen. Vielleicht, wenn wir es schaffen mal nicht nur für uns Menschen zu denken, sondern für unsere ganze Welt und unsere Zukunft.

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