Sicherlich hat jeder bereits eine Werbung gesehen, in der irgendein Promi vorkommt – sei es im Fernsehen, bei YouTube, in der Zeitung, in sozialen Medien oder sonst wo im Internet.

Der psychologische Zweig hierfür heißt: Medienpsychologie.

Angefangen hat das in den 1950er-Jahren im Fernsehen. Was damals noch eher selten war, kann man sich heutzutage kaum noch wegdenken, da wir mittlerweile quasi komplett vernetzt sind.

Verschiedene Arten der Werbung

Neben der klassischen Werbung, gewinnt mittlerweile auch das Productplacement bei YouTube, Instagram oder gar Tiktok immer mehr an Bedeutung. Hierbei promoten die Promis, beziehungsweise die Influencer, das Produkt auf unterschiedlichste Art und Weise. Das kann ein Gewinnspiel sein, ein separates Video, ein eigener Werbespot oder ein kurzer Einspieler innerhalb eines Videos oder er komplett gewidmet Video.

Aushängeschild für die Firma

Marken brauchen ein Aushängeschild, und wer wäre besser dafür geeignet, als Promis? Statt eines unpersönlichen Unternehmens sehen wir einen Menschen aus Fleisch und Blut, der uns vertraut ist, mit dem wir in gewisser Weise durchs Leben gehen. Da fühlt man sich automatisch verbunden – vorausgesetzt, man ist ein Fan des Promis oder mag ihn zumindest. Für die Firma ist das natürlich klasse, denn Fans sind potenzielle Kunden. Jüngere, also Kinder und Jugendliche, sind besonders anfällig dafür, sich auf diese Weise zum Produktkauf verführen zu lassen.

Unternehmen achten meist darauf, dass die Zielgruppe der Firma, auch zur Zielgruppe des Stars passt. Sie werben also für Sportkleidung mit einem Sportler oder für einen Gaming-PC mit einem Gamer, beziehungsweise einem Let’s Player oder einem E-Sportler.

Andere Firmen achten eher auf das Image und schließlich darauf, ob der Prominente für irgendetwas bekannt ist, was im entferntesten einen Zusammenhang mit der Firma oder dem Produkt hat.

Tatsächlich gibt es, aus Sicht der Firma, mehr Pros als Contras, wenn man einen Promi dafür anheuert, für sein Produkt zu werben – allerdings nur, solange Firma und Promi gut zusammenpassen.

Manchmal geht das jedoch auch schief. Ein Negativebeispiel hierfür sind die YouTuber Bibisbeautypalace und ihr Ehemann Julienco, die mehrere Werbespots für ein Onlinecasino gedreht haben, obwohl ihre Zielgruppe zwischen 12-25 Jahren liegt und ihr Content in keiner Weise deckungsgleich ist.

Was dafür spricht

Wie bereits erwähnt, gibt es aus der Sicht der Firma mehr positive Aspekte, als negative.

  • Markenbewusstsein: Der potenzielle Kunde und Fan interessiert sich immer stärker für das Produkt, je mehr er Produkt und Promi in Verbindung bringen kann, zum Beispiel Merchandis von Influencern.
  • Persönlichkeitstransfer: Was sich schwer anhört, ist eigentlich recht simpel. Wenn der Promi einen guten Ruf hat, kann dieser Ruf auf die Firma überspringen und sie gewinnt an Ansehen.
  • Markenimage definieren: Sollte eine Firma ein müdes oder langweiliges Image haben, kann die Prominenz dieses Image wieder aufpolieren.
  • Neue Konsumenten: Um sich mit ihrem Idol mehr verbunden zu fühlen, kann es passieren, dass die Fans der Marke folgen, zum Beispiel über soziale Netzwerke.
  • Beeinflussung des Kaufverhaltens: Wenn die Fans einer Marke folgen, kaufen sie vielleicht auch deren Produkte.
  • Markenplazierung: Das Unternehmen steht, im Gegensatz zur Konkurrenz besser da. Sei es, was die Aufmerksamkeit angeht oder wegen des aufpoliertem Image. Heißt: wenn eine Marke besser dar steht und mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, wird sie bekannter.
  • Fortbestehende Berühmtheit: Die Marke bleibt bekannt, auch, wenn der Vertrag zwischen Firma und Promi abgelaufen ist.

Was dagegen spricht

Nicht unbedingt alles verläuft immer nach Plan.

  • Da der Ruf der Prominenz am Ruf der Firma kleben bleibt, kann das auch nach hinten losgehen. Wenn sich das Image des Promis verschlechtert, verschlechtert sich automatisch auch das Image der Firma – quasi wie beim Dreisatz in Mathe.
  • Wenn ein Promi an Bedeutung verliert, betrifft das auch die Firma. Sie verliert die Anhängerschaft, die sie durch den Star erhalten hat.
  • Ist der Promi zu viele Kooperationen eingegangen, mit Firmen, die ähnliche Produkte, verkaufen, kann es passieren, dass die Fans zur Konkurrenz gehen.
  • Zu guter letzt kann es auch passieren, dass die Fans der Prominenz sich eher wenig oder gar nicht für die Marke interessiert, sondern sich weiterhin nur auf den Promi fokussiert.

Was haltet ihr von solchen Werbungen?

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